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Bestimmte
Asthma-Formen

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Bei schwerem Asthma können auch besondere Formen von Asthma vorliegen, z. B. eosinophiles Asthma, allergisches Asthma oder auch allergisches eosinophiles Asthma.

Was kennzeichnet
eosinophiles Asthma?

Eine bestimmte Art von weißen Blutkörperchen, die sogenannten eosinophilen Granulyozyten, können Entzündungen der Atemwegsschleimhaut auslösen, wenn zu viele von ihnen produziert werden. Eosinophiles Asthma ist oft gekennzeichnet durch ein spätes Auftreten (im Erwachsenenalter), häufige Verschlechterung der Symptome (Exazerbationen), schlechte Lungenfunktion und chronische Entzündung der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhaut.1,2

DIAGNOSE:
Da eosinophile Granulozyten ein natürlicher Bestandteil des Blutes sind, kann ihre Anzahl über ein großes Blutbild (Differenzialblutbild) ganz einfach bestimmt werden. Ist bei einem Asthmatiker die Anzahl der eosinophilen Granulozyten höher als der Normalwert, spricht man von „eosinophilem Asthma“.1,2

 

PATIENTEN MIT SCHWEREM ASTHMA

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EIN NORMALER BLUTTEST KANN IHRE
EOSINOPHILEN-ANZAHL ERMITTELN.

Dieser Test ist üblicherweise Teil einer Routine-Blutuntersuchung. Es kann sein, dass Sie diesen Test schon durchgeführt haben. Fragen Sie Ihren Arzt aber nach einem Bluttest im Zusamenhang mit Ihrem Asthma, wenn Sie
 

  • häufig Ihr Notfall-Spray einsetzen, um Ihre Asthma Symptome zu kontrollieren
  • nachts aufgrund von Asthma-Symtpomen aufwachen
  • orale Steroide (Kortison-Tabletten) gegen Ihr Asthma nehmen
  • Asthma-Anfälle hatten, die eine Notfall-Behandlung erforderten


Das alles können Anzeichen für schweres Asthma sein, das unkontrolliert ist und eosionophiles Asthma sein könnte.

Was kennzeichnet allergisches Asthma?

Bei allergischem Asthma kommt es zu einer allergischen Reaktion der Atemwege auf eigentlich ungefährliche Stoffe aus der Umwelt (Allergene wie Tierhaare oder Blütenpollen). Der Körper bildet dabei Immunglobuline vom Typ E (IgE), die die Ausschüttung von allergieauslösenden Botenstoffen bewirken, was zu Allergie- und Asthmasymptomen führt.

DIAGNOSE:
Allergisches Asthma kann durch einen Allergietest (Hauttest und/oder Bestimmung von spezifischem IgE im Serum) und durch die Bestimmung des Gesamt-IgE im Serum diagnostiziert werden.4

Überlappung von eosinophilem und allergischem Asthma

Auch in der Entstehung des allergischen Asthmas können Eosinophile eine zentrale Rolle spielen. Das bedeutet, dass eosinophiles und allergisches Asthma einander nicht ausschließen: Beide Formen können gleichzeitig vorliegen. Dies sollte durch geeignete Tests überprüft werden, um die passende Behandlung einleiten zu können.

Quellen:

  1. Buhl R et al. S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Asthma. Pneumologie 2017; 71: 849–919.
  2. deGroot JC et al. Management of the patient with eosinophilic asthma: a new era begins. ERJ Open Res 2015; 1:00024 – 2015.
  3. Wenzel SE. Asthma phenotypes: the evolution from clinical to molecular approaches. Nat Med 2012; 18(5): 716–725.
  4. Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma – Langfassung, 3. Auflage, 2018, Version 1. Online veröffentlicht unter www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/asthma/asthma-3aufl-vers1-lang.pdf (Letzter Zugriff: 03.01.2019).