Aktiver Alltag mit
schwerem Asthma

Kochen

Tun Sie sich etwas Gutes: Es gibt einige Hebel, mit denen Sie täglich dafür sorgen können, dass Sie sich besser fühlen. Hier finden Sie einige Anregungen rund ums Thema Lebensqualität im Alltag. Lassen Sie sich inspirieren!

Entspannung

Schweres Asthma ist auch mit Ängsten und Unruhe verbunden. Entspannungsübungen können helfen, den Atem anzusprechen, den Geist zu beruhigen und körperliche Verspannungen zu lösen. Lesen Sie mehr

Sport

Die Vorteile sportlicher Betätigung sind zahlreich: mehr Ausdauer, Flexibilität, Kraft, Muskelaufbau und Belastbarkeit (je nachdem, welche Bewegungsart Sie ausüben), eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers, die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und der Immunabwehr. Lesen Sie mehr

Ernährung

Bei der Ernährung gelten auch bei Asthma-Erkrankungen die allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung: Gemüse und Obst. Fisch ein- bis zweimal die Woche. Fleisch, Wurstwaren und Eier in Maßen. Wenig Fett. Zucker und Salz in Maßen.
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Reisetipps

Bei der Reiseplanung können Sie einige Faustregeln bezüglich der Urlaubsziele und der Reisezeit beachten. Ein eher gemäßigtes Klima am Zielort ist ideal, da sehr niedrige oder hohe Temperaturen Atemprobleme begünstigen. Lesen Sie mehr

Therapietreu bleiben

Eine Therapie – gerade bei chronischen Erkrankungen wie dem schweren Asthma – beruht immer darauf, dass Sie als Patient die Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aktiv nutzen.
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Atemübungen

Bei einem Asthmaanfall kommt es zu einer akuten Verengung der Bronchien. Das Ausatmen fällt schwer, die Atmung beschleunigt sich. In dieser Situation geht es darum, die eigene Atmung wieder zu kontrollieren. Lesen Sie mehr

Im Notfall

Ein Asthmaanfall kündigt sich oft durch Husten und Atemnot an. In diesem Fall können Sie mit dem Peak-Flow-Meter messen, wie kräftig Ihre Ausatmung ist. Lesen Sie mehr


Entspannung

Schweres Asthma ist auch mit Ängsten und Unruhe verbunden. Entspannungsübungen können helfen, den Atem anzusprechen, den Geist zu beruhigen und körperliche Verspannungen zu lösen. Im Folgenden finden Sie drei Techniken der Entspannung, die Ihnen helfen können, mögliche Ängste besser zu kontrollieren und körperlichen Stress zu reduzieren.

AUTOGENES TRAINING
Autogenes Training beruht auf autosuggestiven Übungen, bei denen der Übende mit Formeln in bestimmter Abfolge seinen eigenen körperlichen Zustand anspricht und zu beeinflussen sucht. Das Training kann sowohl in Selbstschulungen erlernt und geübt werden wie unter Anleitung in Gruppen.

YOGA
Yoga verbindet sogenannte Asanas (körperliche Positionen) in gymnastischer Folge mit einer speziellen Atemtechnik. Es wird auch mit meditativen Elementen verbunden. Yoga kann in verschiedenen Schulen und in verschiedenen Intensitätsgraden geübt werden.

PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG NACH JACOBSON
Diese Muskelentspannung beruht auf einer gezielten An- und Entspannung von Muskelgruppen. Der Übende hält die Muskelspannung kurz und löst sie wieder. Das Ziel ist es, die Muskelspannung wahrzunehmen und sie gezielt zu senken.

Link: Website der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren e.V.: www.dg-e.de
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Sport

Die Vorteile sportlicher Betätigung sind zahlreich: mehr Ausdauer, Flexibilität, Kraft, Muskelaufbau und Belastbarkeit (je nachdem, welche Bewegungsart Sie ausüben), eine bessere Sauerstoffversorgung des Körpers, die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems und der Immunabwehr. Menschen mit Asthma können insbesondere im Bereich des Ausdauer-Trainings eine Aktivität wählen, die eine Anpassung an die eigene Kondition leicht macht: Radfahren, Walking oder Nordic Walking, Joggen, Wandern oder Schwimmen.

Selbstverständlich muss die Aktivität auf die Schwere Ihrer Erkrankung und auf Ihre Leistungsfähigkeit abgestimmt werden. Sprechen Sie vor dem Beginn der Aktivität mit Ihrem Lungenfacharzt, welche dieser Sportarten in welcher Intensität für Sie in Frage kommt. Möglicherweise wird hier auch ein Lungenfunktionstest sinnvoll sein.

Anstrengungsasthma, also Atemnot bei körperlicher Belastung, ist kein Hindernis für sportliche Betätigung. Hier kann eine Überprüfung der möglicherweise nicht ausreichenden Dauerbehandlung sinnvoll sein, bzw. eine vorbeugende Behandlung vor dem Sport.

Wichtig ist es, seine eigenen Grenzen zu kennen und zu beachten und die Belastung nur nach und nach zu steigern. Streben Sie nicht persönliche Höchstleistungen an, sondern machen Sie lieber rechtzeitig eine Pause.

Besprechen Sie außerdem mit Ihrem Arzt, ob und wie bei sportlichen Aktivitäten die Medikamenteneinnahme abzustimmen ist.

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Ernährung

Bei der Ernährung gelten auch bei Asthma-Erkrankungen die allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene, gesunde Ernährung: Gemüse und Obst. Fisch ein- bis zweimal die Woche. Fleisch, Wurstwaren und Eier in Maßen. Wenig Fett. Zucker und Salz in Maßen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält dazu ausführlichere Empfehlungen bereit.

Die Küche der Mittelmeerländer gilt in ihrer Zusammensetzung als beispielhaft gute  ausgewogene Ernährung, da sie auf viel Gemüse und Fisch zurückgreift und insbesondere hochwertige pflanzliche Öle statt tierischer Fette verwendet.

Wichtig ist es auch, auf das Gewicht zu achten. Denn es ist bekannt, dass Übergewicht eine negative Auswirkung auf die Lungenfunktion hat. Auch Asthmaanfälle können vermehrt auftreten, da das Herz-Kreislauf-System und der Lungenkreislauf bei Übergewicht mehr beansprucht werden, was zu Atemproblemen führen kann.

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Reisetipps

Bei der Reiseplanung können Sie einige Faustregeln bezüglich der Urlaubsziele und der Reisezeit beachten. Ein eher gemäßigtes Klima am Zielort ist ideal, da sehr niedrige oder hohe Temperaturen Atemprobleme begünstigen. Bei einem Aufenthalt am Meer kann die salzhaltige Luft vorteilhaft für Bronchien sein. Großstädte mit belasteter Luft sind sicher nicht die erste Wahl. Gepflegte Unterkünfte der gehobenen Klasse werden wahrscheinlich bei Klimaanlagen oder im Bad das Schimmelpilzrisiko minimieren.

Allergische Asthmatiker können bei der Auswahl der Ferienunterkunft auf die Punkte Tierhaare und Hausstaubmilben achten. Es sollte sich also um Unterkünfte handeln, bei denen Tiere nicht erlaubt sind und keine Teppiche zur Ausstattung zählen. Für allergische Asthmatiker liegt natürlich ein Verreisen während der heimischen Pollenflugzeit nahe. An Urlaubszielen mit einer Höhenlage um die 1500 Meter sind keine Pollen oder Hausstaubmilben zu erwarten.

Die Reiseapotheke sollte ausreichend bestückt sein. Das heißt: ausreichend Bedarfs- und Dauermedikation für die Dauer der Reise. Wenn Sie eine Biologikum-Therapie per Spritze erhalten, planen Sie Ihren Urlaub so, dass die Zeit zwischen zwei Injektionen liegt.

Besprechen Sie Ihre Urlaubspläne am besten noch einmal mit Ihrem Lungenfacharzt. Er hat sicher einige wertvolle Hinweise für Sie.
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Therapietreu bleiben

Eine Therapie – gerade bei chronischen Erkrankungen wie dem schweren Asthma – beruht immer darauf, dass Sie als Patient die Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aktiv nutzen.

Der Erfolg Ihrer Therapie, also die Kontrolle der Atemprobleme und die Vorbeugung von Anfällen, beruht vor allem darauf, dass Sie die verschriebenen Medikamente regelmäßig und in richtiger Dosierung und Technik einnehmen. Lassen Sie auf keinen Fall den Teil der Medikamente weg, der zur regelmäßigen Dauertherapie dient, auch wenn sich Ihre Symptome durch die Medikamente verbessert haben! Dies kann dazu führen, dass Ihr Asthma wieder unkontrolliert wird und Sie an Symptomen und Einschränkungen leiden.

Auch die Durchführung von Peak-Flow-Messungen und das Protokollieren dient Ihrem Vorteil, nämlich der Kontrolle der Leistungsfähigkeit Ihrer Atemwege und der Wirkung Ihrer Medikamente. In einem Asthma-Tagebuch liefern die Peak-Flow-Werte neben anderen Informationen wie Beschwerden, eingenommene Medikamente und besondere Ereignisse auch dem Arzt wertvolle Hinweise, um Ihre Therapie möglicherweise anzupassen.

Selbstverständlich ist es in jedem Fall wichtig, dass Sie Ihren Arzt über Veränderungen in Ihrem Befinden informieren. Seien es vermehrt auftretende Symptome oder auch vermutete Nebenwirkungen Ihrer Medikamente.
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Atemübungen

Bei einem Asthmaanfall kommt es zu einer akuten Verengung der Bronchien. Das Ausatmen fällt schwer, die Atmung beschleunigt sich. In dieser Situation geht es darum, die eigene Atmung wieder zu kontrollieren. Dabei helfen spezielle Atemübungen und Körperhaltungen.
Hier sind die zwei wichtigsten.

DIE LIPPENBREMSE
Die Lippenbremse sollte insbesondere bei akuter Atemnot praktiziert werden. Atmen Sie durch die Nase ein und durch die gespitzten und leicht geöffneten Lippen langsam wieder aus. Erzeugen Sie dabei Laute wie pff oder sss. Dies hilft zusätzlich bei der Kontrolle der Atmung.

DER KUTSCHERSITZ
Sie setzen sich einfach auf den vorderen Teil der Sitzfläche eines Stuhls und beugen sich vornüber. Legen Sie dabei die Unterarme auf den Oberschenkel, die Hände hängen locker. Der Rücken ist leicht gerundet. Atmen Sie dabei mit der Lippenbremse.

Link: Hier geht’s zu weiteren Atemübungen
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Im Notfall

Ein Asthmaanfall kündigt sich oft durch Husten und Atemnot an. In diesem Fall können Sie mit dem Peak-Flow-Meter messen, wie kräftig Ihre Ausatmung ist. Gemessen wird dabei der Peak-Flow-Wert, also die Spitze (Peak) des Ausatmungsstroms (Flow). Ein Peak-Flow-Wert von unter 60 % kann ein Hinweis auf einen bevorstehenden Anfall sein, insbesondere bei aktuellen starken Asthma-Symptomen auch nachts.

Tritt der Asthmaanfall ein, können Sie wie folgt handeln:

NOTFALLMEDIKAMENTE EINNEHMEN
Stellen Sie sicher, dass Sie das vorgesehene inhalative Notfall-Medikament (als Spray oder Trockenpulver-Inhalation) einnehmen. Dies kann zwei- bis viermal erforderlich sein.

RUHIG BLEIBEN
Versuchen Sie, nicht in Panik zu geraten und Ihre Atmung mit den Notfall-Übungen bewusst zu kontrollieren.

NOTFALL-ÜBUNGEN
Die zwei wichtigsten sind der Kutschersitz und die Lippenbremse. Näheres siehe bei Atemübungen.

NOTFALLMEDIKAMENT
Sollte der erste Einsatz des Medikaments nicht ausreichen, wiederholen Sie das Inhalieren.

RUFEN SIE DEN NOTARZT, WENN KEINE BESSERUNG EINTRITT.

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