NEWSLETTER RUND UM DAS THEMA ASTHMA

Patientenstories, Ideen für den Alltag, Anregungen für mehr Lebensqualität u.v.m.

JETZT KOSTENLOS ANMELDEN

Biologika bei
schwerem Asthma

Frau mit Mikroskop

Biologika (auch Antikörper-Therapie) bei schwerem Asthma sind Eiweiße (Proteine), die für die medizinische Therapie aufwendig entwickelt und hochwertig produziert werden. Sie werden wie alle Medikamente in groß angelegten medizinischen Studien getestet.

Bei schwerem Asthma eingesetzte Biologika (auch Antikörper-Therapie) wehren entzündungsfördernde Botenstoffe des Immunsystems ab, indem sie diese neutralisieren, oder sie blockieren die Bindungsstellen, an denen die Botenstoffe andocken und Wirkung entfalten.

Das Ziel der Antikörper-Therapie ist es, die für die Entzündung der Atemwege verantwortlichen Zellen oder Entzündungsbotenstoffe im Immunsystem zu regulieren. Die Antikörper richten sich gezielt gegen die Auslöser der Atemwegsentzündung und werden dem Patienten in Form von Spritzen oder Infusionen im Abstand von mehreren Wochen verabreicht.

Biologika bei schwerem eosinophilem Asthma

Diese Antikörper richten sich entweder gegen den Botenstoff, der für die Aktivierung der eosinophilen Granulozyten (eine Art von weißen Blutkörperchen) zuständig ist, oder gegen die eosinophilen Granulozyten selbst.

Biologika bei schwerem allergischem Asthma

Diese Antikörper binden an freies IgE und vermindern so die Bindung des freien IgE an sogenannte Mastzellen. Dadurch wird die allergische Kettenreaktion eingedämmt.

Unterschiede zwischen diesen Antikörper-Therapien bestehen z. B. im Wirkmechanismus, in der Verabreichungsform und in der Häufigkeit der Anwendung. Dabei kann je nach Therapie ein Behandlungsintervall von 2, 4 oder 8 Wochen erforderlich sein. Am besten sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, wenn Sie hierzu mehr wissen möchten.

Selbstapplikation in der Biologikatherapie

Viele Patienten, die mit einem Biologikum (Antikörper) therapiert werden, erhalten dieses Medikament in Spritzenform beim Arzt. Einige Patienten können sich jedoch nach Verordnung ihres Arztes das Medikament zuhause per Selbstapplikation verabreichen.

Besonders in diesem Fall ist eine enge Betreuung wichtig. Denn an vielen Punkten können gerade zu Beginn der Therapie Fragen auftauchen – zur genauen Anwendung bei Selbstapplikation, zur richtigen Aufbewahrung des Medikaments, zum Umgang auf Reisen.

Services zur Patientenberatung

Patientenservices der Hersteller unterstützen und begleiten deshalb häufig die Therapie mit einem persönlichen Angebot. Dieses kann telefonische Beratung umfassen, Videotrainings rund um die Selbstapplikation, und weitere Informationen auf Abruf bieten. Der Überblick über die Services ist meist online zu finden.

Insbesondere, wenn Sie die Arztpraxis nicht so häufig aufsuchen möchten oder können – wie aktuell aufgrund der Corona-Pandemie – kann die Selbstapplikation Ihres Medikaments mit begleitendem Patientenservice eine gleichwertige Alternative darstellen.

Fragen Sie Ihren Arzt gerade dann, wenn Sie die Selbstapplikation nutzen oder wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie rund um Ihre Therapie noch mehr Unterstützung wünschen, ob es einen Patientenservice des Herstellers gibt.